top_view

hedgehog

2006/07/08

Oberste Prämisse des Entwurfes ist es, größtmögliche Bewegungsfreiheit im Gelände zu gewährleisten. Meine Idee war daher ein Fahrzeug zu entwickeln, um einer unflexiblen Verbindung von Punkt A nach B zu entgehen. Das Projekt „Hedgehog“ stellt einen konstruktiven Aufbau auf einen bestehenden Kettenantrieb dar. Als „Lifestyle-Objekt“ für Seilbahnunternehmen kann der Hedgehog bis zu 13 Personen im freien Gelände transportieren und z.B.:  Variantenfahrer oder Snowboarder über Felsvorsprünge heben. Das alpine Fahrzeug soll aber nicht nur im Transport von Skifahrern (Variantenfahrern), Paragleitern, etc. eingesetzt werden, sondern auch der Bergung von Verunglückten im alpinen Gelände dienen. Bei Gondelunglücken waren bis jetzt immer teure und langwierige Hubschrauberbergungen vonnöten, um eingeschlossene Sportler aus prekären Situationen zu befreien – diese könnten mit dem „Hedgehog“ schnell und unproblematisch geborgen werden. Darüber hinaus kann der „Hedgehog“ bei Reparaturen an Seilbahnanlagen bzw. für den Materialtransport von großem Nutzen sein; dabei sind vor allem die beiden Ausleger wesentlicher Bestandteil dieser Funktion.

Die Leichtbaukonstruktion oberhalb des Kettenantriebs besteht überwiegend aus Aluminium. Konstruktive Hauptelemente, die der Ableitung der Kräfte auf das Fahrwerk dienen, werden aus Stahlprofilen hergestellt. Die Ausleger am Dach des „Hedgehog“ bestehen aus Knickarmkränen, in denen am letzten Segment ein Teleskoparm integriert ist. Zusätzlich kommen zwei Kräne zum Einsatz, um die Effizienz (z.B. bei Reparaturarbeiten an Seilbahnanlagen) zu optimieren. Dabei dient ein Kran als Hebebühne; der zweite Kran wird zum Transport von Material und Werkzeug eingesetzt. Ein Seilzug befördert dann Mensch und Material mittels eines Korbes auf die jeweils gewünschte Einsatzhöhe. Der Vorteil des Seilzugs liegt im mehrfachen Einhängen von Körben oder Akjas, um so im vertikalen Transport die Effizienz zu erhöhen. Dieser Seilzug kann als Variante in der vertikalen Bewegung angeboten werden. Grundsätzlich kann das Hubsystem (Knickarmkran und Korb/Akja) auch ausschließlich mittels Hydraulikzylindern betrieben werden. Der Akja befindet sich in der Mitte des Fahrzeuges und ist durch vier Seile mit der Dachfläche verbunden. Somit kann eine verletzte Person in abschüssigem Gelände mittels der Kräne über das Dach des Fahrzeuges direkt in das Innere geborgen werden.

Teile der Konstruktion des Gehäuses sind mit Seilnetzen belegt, welche sich an die aerodynamische Form des Fahrzeuges anpassen können und somit benutzbare Flächen im und auf dem Fahrzeug bieten. Die Seilnetze setzen sich aus gebündelten Seilen zusammen.  Außerdem kann durch gezielte Verarbeitung der einzelnen Seile auf funktionale Bedürfnisse reagiert werden. Die zerfransten Seile an den Seiten bzw. am hinteren Ende des Fahrzeuges sollen als stacheliger Schutz gegen äußere Einflüsse (z.B.: Tiere) dienen. Jene Seile an der Rückseite des Hedgehog stellen einen möglichst flachen Übergang zwischen Gelände und Dachebene dar, um einen Aufstieg zu ermöglichen. Durch das Einklappen dieser Seilnetze mittels Gelenken kann die Länge des Fahrzeuges verringert werden.

 

Schlagwörter: ,